Die Dimensionen des Bad Essener Speichers

Naturgemäß kann man zum gleichen Thema unterschiedliche Meinungen haben – das ist normal. Um in einer politischen Entscheidungssituation trotzdem handlungsfähig zu sein, hat die Historie verschiedene Staatsordnungen hervorgebracht, unter anderem die Demokratie. Üblicherweise wird in der Demokratie mit Hilfe von Mehrheiten entschieden. So gehen wir am 11.11. zur Wahlurne, um eine demokratische Mehrheitsentscheidung unseres Gemeinderats zu bestätigen oder zu kippen.

Die Frage ist einfach und eindimensional und lautet: “Sind Sie für den Erhalt des Speichers?”; als Antwortmöglichkeiten gibt es “Ja” und “Nein”. Diese Frage gibt die Entscheidungshoheit zu einem wirtschaftlich, ästhetisch und mittlerweile auch emotional wichtigen Thema urdemokratisch zurück an die wahlberechtigten Einwohner Bad Essens. Man darf gespannt sein auf die Entscheidung der Bürger.

An dieser Stelle möchten wir als Bad Essener CDU-Gemeinderatsfraktion jedoch klarstellen, dass diese Frage am 11.11. nicht eindimensional und einfach ist. Aufgrund der großen wirtschaftlichen Tragweite ist es vielmehr unbedingt wichtig, eine nüchterne und sachorientierte Entscheidung zu treffen. Deshalb haben wir im Faktencheck auf dieser Website versucht, die bisherigen, im Gemeinderat getroffenen Entscheidungen transparent und für Sie als Wähler nachvollziehbar zu machen. Der Weg vom Start des Sanierungsverfahrens 2008 bis heute war nämlich ein Weg, auf dem Ihre politischen Vertreter im Gemeinderat viele Ideen bewegt, höchst verantwortungsvolle Entscheidungen entwickelt, abgewogen und auch demokratisch getroffen haben.

Es ist uns als CDU-Fraktion NICHT leicht gefallen, uns für einen Abriss und Neuanfang am Kanal zu entscheiden. Vielmehr ist ist diese Entscheidung das Ergebnis eines mehr als 10-jährigen Prozesses, in dem wir alle viel gelernt und erfahren haben. Aufgrund dieser gesammelten Erkenntnisse, insbesondere zur Kostenseite, halten wir das Ende der Umbau- und Sanierungsdiskussion und den Beginn einer Neuplanung “auf einem weißen Blatt Papier” für richtig und zielführend. Deshalb stimmen wir am 11.11. mit “NEIN”.