Eine vorläufige Bilanz

BilanzKurz vor der Abstimmung am 11.11. ist es unserer Meinung nach an der Zeit, eine erste Bilanz zu ziehen.

Im Rahmen des Bürgerbegehrens hatte die Bürgerinitiative (BI) zum Erhalt des Speichers ausreichend Unterschriften gesammelt, um das Bürgerbegehren am 11.11. anzustrengen. Was hat die BI seitdem den interessierten Bürgern an neuen Erkenntnissen vermitteln können?

1. Es gab eine Online-Petition.
2. Der Speicher soll eine Landmarke sein.
3. Der Speicher soll unlösbar mit Bad Essen verknüpft sein.
4. Der Speicher konnte zweimal besichtigt werden.
5. Der Speicher wurde von Frau Architektin Oldenhage „neu“ beplant und als Projekt mit 9,5 Millionen Euro bepreist.
6. Es gibt einen Bastelbogen zum Speicher.
7. Es gab und gibt Kreativwerkstätten zum Speicher.
8. Es gibt die Idee zu einer Bürgergenossenschaft.
9. Es gibt ein stilles Laternentreffen am Speicher.

Außerdem wurde viel über die Geschichte recherchiert und es wurden jede Menge ansprechende Fotos und Videos veröffentlicht. Alles Pluspukte, die aber nichts wiegen, da die BI den interessierten Bürgern die Antwort auf die Kernfrage NICHT vermitteln konnte.

Es steht nicht fest und es gibt keine Idee, wer für den Erhalt des Speichers, egal mit welcher Nutzung, die Finanzierung darstellen kann und soll.

Damit ist und bleibt die zentrale Frage unbeantwortet. Kein weißer Ritter in Sicht. So bleibt zu bilanzieren, dass sich per Saldo an der Ausgangssituation von vor dem Bürgerbegehren nichts verändert hat; es ist lediglich ein knappes halbes Jahr ins Land gegangen, in dem die konstruktive Arbeit zum Abschluss des Sanierungsgebiets brach lag. Im Falle eines positiven Votums ist ein weiterer Stillstand zu erwarten, da nach eigenen Aussagen niemand aus der BI die Verantwortung übernehmen will und wird, die gesammelten Ideen zu entwickeln und voran zu bringen. Außerdem kostet das “Behalten” im schlimmsten Fall bis zu 770.000€ mehr als der von uns favorisierte Abriss mit anschließendem Architektenwettbewerb.

In der Summe kann die verantwortungsvolle Entscheidung am 11.11. nur „NEIN“ lauten, damit die politische Arbeit zu Gunsten Bad Essens auch an dieser Stelle endlich weitergehen kann.