… alles für den Club, Genossen?! Verantwortung übernehmen!

Genossenschaft - die richtige Idee?Vorwort: mit diesem Beitrag möchte ich mich konstruktiv und kritisch mit dem Thema „Genossenschaft“ auseinandersetzen.

Im Rahmen des Bürgerforums am 17.10. wurde unter anderem die Frage diskutiert, ob und wie eine Investorenmehrheit mobilisiert werden könnte. Mehr noch: es wurde als “historischer Fehler” bezeichnet, das sich die politischen Gremien NICHT mit einer solchen Finanzierungsvariante beschäftigt haben. Die Gründung einer Bürgergenossenschaft scheint der Bürgerinitiative ein Lösungsweg zu sein; er führt jedoch ins Leere.

“Was ein Großer nicht schafft, das schaffen viele Kleine!“ – so könnte die Überschrift zu den folgenden Gedanken lauten. Darin liegt viel Wahres und ich bin ein Fan dieses Ansatzes. Varianten dazu kenne ich (als gelernter Bänker) einige im Bereich der Finanzierungen: neben der Genossenschaft existieren noch die üblichen Kapitalgesellschaften (z. b. AG, GmbH), der Verein, ein Fonds, neuerdings Crowdfunding, sogenannte „(Finanzierungs-)Clubs“, die Stiftung oder auch das gute alte Spendenkonto. … „… alles für den Club, Genossen?! Verantwortung übernehmen!“ weiterlesen

Wie geht: Abbruch?

Eine Frage wurde mir im Rahmen des Bürgerforums gestellt, die ich hiermit (wie vereinbart) auf dieser Website beantworten möchte.

Wie funktioniert der Abbruch? Kurz vorab: die Baubecon als Sanierungsträger hat in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung die Firma UMTEC aus Osnabrück mit der Erstellung des sog. “Leistungsverzeichnisses” beauftragt. Hier werden alle erforderlichen Arbeiten beschrieben, damit anschließend Abbruchunternehmen ein Angebot machen können.

Die Leistungsbeschreibung sieht grundsätzlich einen Abbruch durch “Abknabbern” von oben nach unten vor. Das Material könnte anschließend an Ort und Stelle zerkleinert werden oder es wird in großen Stücken abgefahren. Ein Abtransport per Schiff ist ebenfalls denkbar, setzt aber vermutlich eine Zerkleinerung und Sortierung vor Ort voraus. Während des Abbruchs sind die umliegenden Flächen zu schützen. Beschädigungen sind zu reparieren.

Sofern das Votum am 11.11. mit “NEIN” ausgeht wird die Ausschreibung zeitnah veröffentlicht, um den Abbruch im ersten Quartal 2019 durchzuführen und zu beenden. Abschließend werden entstehende Gruben verfüllt.

Kostenschätzung – gut zu wissen …

Der Architekt ist als sachverständiger Begleiter des Bauherrn dafür zuständig, die Kosten des Bauvorhabens zu ermitteln. Für die Richtigkeit haftet der Architekt sogar. Da sich immer wieder Streitigkeiten um ein solch sensibles Thema ergeben, hat die deutsche Rechtsprechung sich intensiv damit beschäftigt, wie exakt eine Kostenermittlung sein muss.

Aus der vorstehenden Grafik kann man entnehmen, dass in der Phase vor dem Abschluss eines Architektenvertrags die Kostenschätzung irgendwo zwischen 60% und 140% der tatsächlichen Kosten liegen muss.

Übersetzt bedeutet das: wenn der Architekt anhand der ersten Ideen Kosten in Höhe von 10 Mio.€ schätzen würde, müsste der Bauherr auch Baukosten von 14 Mio.€ hinnehmen. Der Architekt hat trotzdem die Kosten sorgfältig genug abgeschätzt. … „Kostenschätzung – gut zu wissen …“ weiterlesen

Unser Beitrag zum Bürgerforum

Bürgerforum SpeicherAm 17.10. fand das Bürgerforum zum bevorstehenden Bürgerentscheid (11.11.2018) statt. Nachdem zunächst Bürgermeister Natemeyer die Entwicklung des Sanierungsverfahrens bis hin zum aktuellen Sachstand präsentierte, erhielten anschließend die beiden Interessengruppen die Gelegenheit, Ihre Standpunkte und Meinungen zu präsentieren.

Für die “Initiative zum Speichererhalt” zeigte im Wesentlichen Frau Architektin Oldenhage ein Umbau- und Nutzungskonzept für den Speicher auf. Im Rahmen unserer Präsentation haben Michael Kleine-Heitmeyer und ich dann den gesamten Meinungsbildungs-Prozess bis hin zum Abriss-Votum nachgezeichnet und anhand von Beispielen verschiedene Wirtschaftslichkeitsbetrachtungen vorgestellt.

Startfolie PräsentationDie überarbeitete Version unserer Präsentation finden Sie unter dem nachstehenden Link:   Präsentation Bürgerforum 17.10. (überarbeitet)

Bitte nehmen Sie Ihr demokratisches Abstimmungsrecht wahr, gehen am 11.11. zur Wahlurne und kreuzen “NEIN” an. Damit wir auch an dieser prominenten Stelle am Kanal in Harpenfeld die Zukunft Bad Essens gemeinsam gestalten können.

Bad Essens Wahrzeichen

Landmarke ist ein Begriff, der ursprünglich aus der Luft- und  Schifffahrt  stammt. Er bezeichnet ein […] auffälliges, meist weithin  sichtbares  topographisches Objekt. Dementsprechend können  beispielsweise  Kirchen,  Türme, Windräder, Burgen, Berge oder freistehende markante große Bäume Landmarken darstellen. Sie spielen bei der räumlichen Orientierung und terrestrischen  Navigation eine wichtige Rolle und werden daher auf  Karten  gegebenenfalls durch besondere Kartenzeichen markiert.

Wahrzeichen hingegen charakterisieren ein Gebiet, ohne im topografischen Sinne zwangsläufig markant zu sein. (Quelle: Wikipedia)

Burg Wittlage Schloss Ippenburg Bad Essen Schloss Hünnefeld Bad Essen St. Nikolai Bad Essen Wassermühle Bad Essen Kurpark und Solearena Bad Essen Kleines Haus Kirchplatz Bad Essen Schafstall Bad Essen

Die Kosten laufen weiter hoch …

Nach dem Bürgerbegehren folgt der Bürgerentscheid. Das Ergebnis wird die politischen Gremien zunächst für 2 Jahre binden. Für die Organisation des Bürgerentscheids gibt es klare Regeln: er wird behandelt wie eine Kommunalwahl, mit Wahlbenachrichtigungskarten, Briefwahl, 18 Wahllokalen, Wahlvorständen, Stimmenzählern. Fakt ist: Die Kommune schätzt die Kosten der Durchführung auf ca. 50.000,-€ (nicht förderfähig).

Ein Bastelbogen …

Am 05.10. hatte die Bürgerinitiative zum Erhalt des Speichers zum Vortrag mit zwei namhaften Referenten eingeladen. Unter dem Strich hat der Abend außer einem Bastelbogen nichts Neues gebracht. Gar nichts um genau zu sein.

Wo waren die großartig angekündigten neuen Ideen? Fehlanzeige. Das Gebäude soll umgebaut werden und zukünftig Wohnungen und Gastronomie enthalten – nichts Neues. Die Anzahl der Wohnungen und Appartements zur Selbst- oder Feriennutzung soll um die 20-30 Einheiten liegen- nichts Neues. In den Röhren / Waben sollen Versorgungsleitungen und ein Treppenhaus geführt werden: wurde bereits von einem der vorangegangenen Investoren geprüft und verworfen – also auch nichts Neues. Das Investitionsvolumen soll bei rd. 9,5Mio.€ liegen; die bisherigen Schätzungen der verschiedenen Interessenten lagen zwischen 8 und 12 Mio. € – auch nichts Neues. Und: kein Investor in Sicht!! Keine alternative Finanzierungslösung in Sicht!!

Da stellt sich dem aufmerksamen Betrachter langsam aber sicher die Sinn-Frage. Wie kann es sein, dass den Bürgern vorgegaukelt wird, man könne eigene Ideen einbringen? Auf der Veranstaltung kein Wort zu den Vorschlägen der Bürger. Wie kann es sein, dass den Abrissbefürwortern mangelnde Kreativität vorgeworfen wird? Die Architekten und die Wortführer der “Pro-Speicher-Initiative” haben jedenfalls auch keine kreativen Ideen; Gastronomie, Gewerbe, Wohnungen … Stopp! Doch: den Bastelbogen wollen wir nicht vergessen.

Und noch zwei Indizien zur Bürger-Veräppelung: 1.) es wurde tatsächlich die Meinung vertreten, man könne das Gebäude nach und nach sanieren; vielleicht im ersten Schritt nur die ersten beiden Etagen, die nächsten dann ein paar Jahre später. Antwort: der gesunde Menschenverstand sagt einem jeden Zuhörer und Leser, dass NIEMAND eine Wohnung, ein Büro oder ein Restaurant in einem siebenstöckigen Haus beziehen wird wenn er weiß, dass über ihm in den nächsten Jahren noch 5 Geschosse mit schwerem Gerät saniert werden. Und 2.) es wurde tatsächlich die Frage nach den Verkaufs-Chancen für 125qm- bis 250qm-Wohnungen mit einem qm-Preis von 3.000€ von der Referentin wie folgt beantwortet: “Die verkaufen sich in Bad Essen von selbst.”. Dabei wissen wir alle, dass in den letzten 8 Jahren fünf seriöse Investoren aufgrund fehlender Vermarktungschancen ihr Engagement eingestellt haben. Wie ist es dann möglich, den Bürgern eine solche Antwort zu präsentieren? An die Adresse der “Pro-Speicher-Initiative”: das ist schlicht unseriös. Die Bürger, die Ihre Initiative unterstützen, werden so von Ihnen an der Nase herumgeführt.

Der Speicher ist kein Spielzeug wie ein Bastelbogen – er ist Gegenstand ernsthafter und ehrlicher politischer und gesellschaftlicher Arbeit. Daher steht der Abrissbeschluss als Ergebnis einer rationalen Abwägung.

Klarstellungen zum Ideen-Check

Die hier von uns aufgezählten “7 Fakten zum Speicher” sollten durch eine Stellungnahme auf der Seiter www.speicher-badessen.de wiederlegt werden. Allerdings wurden durch die Autorin der Website scheinbar wahllos einzelne Aussagen aus unseren jeweiligen Statements herausgegriffen und mit einer emotional aufgeladenen Meinung versehen. Argumente? – Fehlanzeige! Unsere Antworten darauf sind nun online – handschriftlich eingefügt und mit Hervorhebungen versehen; klicken Sie die nachfolgenden Bilder oder die entsprechenden pdf-Dateien bitte der Reihe nach an, um Ihre eigene Meinungsbildung abzurunden.

Wir stimmen am 11.11. mit NEINtun Sie es auch, um das Sanierungs-Kapitel abzuschließen und mit uns gemeinsam die Zukunft Bad Essens zu gestalten.

  

  Wir stellen klar ..

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